Freitag, 18. Dezember 2020

Letzte Baumaßnahmen am Sachsenhof vor dem Jahreswechsel

Eine der letzten Baumaßnahmen 2020 am Sachsenhof fand jetzt statt. Mehrere Spezialfahrzeuge lieferten gut 40 m³ Beton für die Bodenplatte des Servicegebäudes an. 

Ein eingespieltes Team der Firma Widdermann verfüllte den Bereich mittels eines Spezialpumpenkranfahrzeugs. Die Verdichtung der Füllung, das Glattziehen und die anschließende Kontrolle mittels eines Laser-Messgeräts rundeten die Baumaßnahme ab. 

Nach zwei Stunden war die ganze Aktion erledigt. „Im Moment liegen wir voll im Zeitplan“, so Peter Kreienkamp, der die Baufortschritte seitens des Heimatvereins akribisch verfolgt.  


Montag, 14. Dezember 2020

Grundriss erkennbar - viel Material wird verbuddelt

Brachte die Räumung des Geländes eine optische Vergrößerung, so kann man jetzt allmählich erste Konturen erahnen. 

Als eine erste Maßnahme musste der Wassertank versenkt werden. Danach ging es an die Grundmauern und die Bodenplatte. 

Mal sehen, was bis Weihnachten noch so passiert. Eines kann man aber jetzt schon sagen: Es geht voran.

Das Richtfest im Frühjahr 2021 und die Einweihung im Sommer 2021 erscheinen jedenfalls realistischer denn je.

Dienstag, 1. Dezember 2020

Jetzt geht´s los - Räumung des Geländes beginnt

Es wird was - Bagger im Einsatz am Sachsenhof

Im Beisein des Architekten Jörg Suwelack begann jetzt die Räumung des Geländes. Hatten fleißige Hände bereits im Vorfeld den Bewuchs an den Seiten gestutzt, rückten die ersten Baumaschinen an, um den Grund zu ebnen. 

Herbert Runde freut sich jedenfalls, dass es jetzt endlich losgeht. 

Und er ist überzeugt, dass - nach dem Ende der Pandemie - im nächsten Frühjahr ein angemessenes Richtfest gefeiert werden kann: "Dann hoffentlich mit allen Beteiligten, die beim Spatenstich nicht dabei sein konnten."

Dienstag, 24. November 2020

Baugenehmigung liegt vor - symbolischer Spatenstich ist erfolgt


Der 11. Juli 2019 markiert für den Heimatverein Greven eine wichtige Wegmarke hin zum Servicegebäude am Sachsenhof in Greven-Pentrup. Nach monatelangen Überlegungen und vielen Gesprächen durch alle Instanzen bis hin zum nordrhein-westfälischen Heimatministerium war es nämlich soweit: Die Bauvoranfrage wurde auf den Weg gebracht. Jetzt - nach knapp fünfhundert Tagen am 18. November 2020 – liegt nun endlich die Baugenehmigung vor.

Symbolischer Spatenstich am Sachsenhof
Gerne hätte der Heimatverein die Gelegenheit ergriffen, alle beteiligten Instanzen zum obligatorischen Spatenstich einzuladen. Indes, man ahnt es schon, machte Corona dem Verein einen dicken Strich durch diese Rechnung. Herbert Runde ließ es sich allerdings nach kurzer Überlegung nicht nehmen, einen zumindest symbolischen Spatenstich auszuführen. Frei nach Le Corbusier brachte er es auf den Punkt: „Wir haben hier die einmalige Gelegenheit, die Natur, das Gebäude und die Menschen in einer höheren Einheit zusammenzubringen.“

Samstag, 4. Juli 2020

Hoher Besuch - Heimatministerin Ina Scharrenbach überbringt Förderbescheid persönlich


Heimatministerin Ina Scharrenbach ließ es sich am 1. Juli 2020 selbst bei strömendem Regen nicht nehmen, den Förderbescheid über 423.000 Euro für das neue Servicegebäude am Sachsenhof persönlich zu überreichen.

Ina Scharrenbach
Der Vorsitzende des Grevener Heimatvereins, Herbert Runde, freute sich zusammen mit einer kleinen Schar illustrer Gäste aus Land, Kreis und Kommune über den sehr willkommenen Förderbetrag.

Bei dem Wetter wurde auch deutlich, wofür der Heimatverein das Gebäude benötigt - was dem Interesse der Ministerin und den Gästen am Sachsenhof indes keinen Abbruch tat. Und so wie das neue Gebäude im Vergleich mit dem Bestand einen Bogen zwischen Alt und Neu, ja quasi zwischen Alt und Jung schlägt, brachte es Kreisdirektor Dr. Martin Sommer als amtierender Landrat auf den Punkt: Möge es den Ehrenamtlichen gelingen, in Zukunft auch junge Menschen einzubinden.

Montag, 15. Juli 2019

Zukunft für den Sachsenhof

Die Aktionen und Aktivitäten auf der Anlage sollen möglichst weiter ausgebaut werden, umdie Attraktivität und Bedeutung des "Museums Sachsenhof" im ländlichen Außenbereich Grevens nochmals zu steigern. Doch dieser geplanten Ausweitung des Angebots sind derzeit enge Grenzen gesteckt.

Der Sachsenhof in Greven-Pentrup

Schon jetzt sind die örtlichen Voraussetzungen für einen ordnungsgemäßen Anlauf aller Arbeiten und Aktionen nicht mehr ausreichend. Es fehlt an geeigneten Unterbringungsmöglichkeiten für Maschinen und Geräte, an sanitären Räumen, insbesondere Toiletten für Besucher und Aktive, sowie an angemessenen Räumlichkeiten für Ausstellungen und Schulungen.

Deshalb soll der Sachsenhof durch ein Servicegebäude ergäntzt werden, um seine Attraktivität zu erhalten und nach Möglichkeit für die Zukunft weiter zu steigern. Neben einem Magazin und Geräteraum, Toiletten, einer kleinen Küche und einem Versammlungsraum sollte darin auch Platz für wechselnde Ausstellungen / Präsentationen sei, die die Bekanntheit und die Bedeutung des Sachsenhofs als Museum und als "Aushängeschild" auch über die Grenzen Grevens hinauswachsen ließen.

Sonntag, 14. Juli 2019

Der Sachsenhof - aktuelle Sachlage

Der Sachsenhof ist Eigentum der Stadt Greven. Betreut und bewirtschaftet wird die gesamte Anlage durch den Heimatverein Greven e.V. mit seinem Fachgebiet Sachsenhof. Der LWLArchäologie für Westfalen in Münster berät und begleitet die Arbeitsgruppe wissenschaftlich. Das Fachgebiet Sachsenhof besteht aus ca. 25 Mitgliedern, die aus ganz unterschiedlichen Berufsgruppen kommen. Der Sachsenhof kann ganzjährig und jederzeit besucht werden, das Gelände mit dem Gebäudeensemble und den Außenanlagen ist frei zugänglich. 

Aktionstag am Sachsenhof
Durch regelmäßige stichprobenartige Erhebungen lässt sich sagen, dass jährlich zwischen 2.000 und 3.000 Besucherinnen und Besucher spontan oder kurz entschlossen den Sachsenhof erkunden. Sie kommen z. B. per Rad über den überregional bekannten Emsradweg. Außerdem finden gebuchte Führungen und Projekte mit Gruppen und Schulklassen statt. Im Jahr 2018 waren es 12 Führungen mit fast 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmern und es kamen 36 Schulklassen mit fast 900 Schülerinnen und Schülern. 

Der Sachsenhof ist als „außerschulischer Lernort“ anerkannt. Ein wesentlicher Schwerpunkt der Arbeit auf dem Sachsenhof ist der Anbau alter Nutz- und Kulturpflanzen im Garten und Feld, auch ackerbegleitende Wildkräuter werden kultiviert. Seit einigen Jahren wird auch eine ertragreiche Bienenzucht betrieben. Die angebauten Getreidesorten werden gemahlen und regelmäßig auf dem Hof zu Brot verbacken, Kräuter, Gewürzpflanzen und Honig werden zur Tee-, Saft- und Metherstellung verwendet. Flachs, Lein und bestimmte Färberpflanzen, die auf großen Teilen der Ackerflächen angebaut werden, dienen als Rohstoff für die eigene Textilherstellung. 

Im Bereich der experimentellen Archäologie arbeitet das Sachsenhof-Team an vielen verschiedenen Projekten: Töpfern im offenen Feldbrand oder in einem nach Grabungsfunden nachgebauten Töpferofen, Holzkohleherstellung im Kohlemeiler und Eisengewinnung in einem Rennofen, das sind einige dieser Projekte. Der Bronzeguss, die Teerherstellung, die Speiseölgewinnung und das Drechseln mit einer Wippdrehbank werden auf dem Sachsenhof ebenfalls praktiziert. 

Einmal im Jahr, zumeist im Juli, wird den Besucherinnen und Besuchern die ganze Breite des Angebots auf dem Sachsenhof präsentiert, dann können sie selbst aktiv erleben und durch eigenes Tun nachvollziehen, wie Menschen in der Region um 800 herum gelebt und gewirtschaftet haben. Zu diesem Aktionstag kommen jedes Jahr mehrere tausend Besucherinnen und Besucher, darunter viele Familien mit Kindern. Er ist ein „Highlight“ im Grevener Veranstaltungskalender. Alle Arbeiten und Aktionen auf dem Sachsenhof werden vom Sachsenhof-Team ehrenamtlich und mit riesigem Engagement geleistet. Vorstand und andere Aktive des Heimatvereins Greven unterstützen sie dabei.